Eine Leidenschaft
Ernaux, Annie (19.06.2024)Eine Leidenschaft · Ernaux, Annie
Über die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins | Literatur… mehr lesen Über die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins | Literaturnobelpreis 2022 weniger
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Verlag: Suhrkamp
Autor: Ernaux, Annie
Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1553)
ISBN: 978-3-518-22553-0
Produktform: Hardcover
Veröffentlichung: 19.06.2024
- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Ernaux, Annie
- Übersetzer: Finck, Sonja
- ISBN: 978-3-518-22553-0
- Bestellnummer: BS 1553
- Veröffentlichung: 19.06.2024
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 80 Seiten
- Maße: 143 x 12 x 219 (B/T/H)
- Gewicht: 217
- Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1553)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: Passion simple
- Originalsprache: fre
- Auflage: 1
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entspannen
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Neu übersetzt von Sonja FinckNobelpreis für Literatur 2022
Annie Ernaux erzählt von einer alles verzehrenden Leidenschaft für einen irritierend teilnahmslosen Mann – unerschrocken gründlich sucht sie nach der Wahrheit hinter einer Existenz, in der sie sich zusehends aufzugeben droht.
Das körperliche Leiden, die Angst des Wartens, die immer nur kurze Erleichterung des Liebemachens, die darauffolgende Lethargie und Müdigkeit, das erneute Verlangen, die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins – mit ruhiger Selbstverständlichkeit berichtet Annie Ernaux von einer schmerzlich langen Episode ihres Lebens; wie sie sich immer heftiger in eine Affäre verstrickt, einem verheirateten osteuropäischen Geschäftsmann verfallen, der eine vage Ähnlichkeit mit Alain Delon hat, schnelle Autos und Alkohol mag und im Französischen keine »obszönen Ausdrücke kennt, oder er hatte einfach keine Lust, sie zu benutzen«.
Annie Ernaux beschreibt einen zweijährigen Schwebezustand, worin jedes Wort, jedes Ereignis und jede andere Person entweder eine dringliche Verbindung zu diesem Mann hat oder aber von ihr mit kalter Gleichgültigkeit beschieden wird. Zu einem Mann, der ihr fremder nicht sein könnte.
Rezensionen „Eine Leidenschaft"
»... wer dieser Tage im Wust der vielen Neuerscheinungen einen radikaleren, glänzenderen Text zu finden hofft, wird lange suchen müssen.«NZZ am Sonntag (Linus Schöpfer)
»Leben und Schreiben gehen bei Annie Ernaux ineinander über, die Grenzen sind fließend.«
Der Tagesspiegel (Gerrit Bartels)
»Der Meisterin der nüchternen Selbstbeobachtung gelingt es, im Schreiben den Schmerz wieder zu erzeugen, dem sie ausgeliefert war.«
Neue Zürcher Zeitung (Philipp Meier)
»Ernaux verwandelt ihr Buch über das Begehren in eine Meditation über das Schreiben als Zeitreise zwischen der Gegenwart des Erlebens und dessen zukünftigem Nachleben in einem Text.«
WELT AM SONNTAG (Marlen Hobrack)
»Privater Totalitarismus in sensationeller, nüchterner Reinform ...«
Frankfurter Rundschau (Judith von Sternburg)
»Warten, Träumen, Schreiben und Sex sind eins in diesem Buch.«
Deutschlandfunk (Meike Feßmann)
»Lyrisch genau und diamanthart klar.«
The New Yorker (Meike Feßmann)
»Eine atemberaubende Geschichte, die trotz ihrer Abgeklärtheit und der gründlichen Ausklammerung jeglichen Überschwangs mit genau der Leidenschaft pulsiert, die Ernaux so wahrhaftig beschreibt.«
Le Monde (Meike Feßmann)
»Ernaux schafft ein spektakuläres literarisches Denkmal für Leidenschaften, die sich einfachen Erklärungen entziehen.«
The New York Times Book Review (Meike Feßmann)
Biografie – Ernaux, Annie
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
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