Die Scham
Ernaux, Annie (23.11.2021)Die Scham · Ernaux, Annie
Nobelpreis für Literatur 2022
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Verlag: Suhrkamp
Autor: Ernaux, Annie
Reihe: suhrkamp taschenbuch (5180)
ISBN: 978-3-518-47180-7
Produktform: Taschenbuch
Veröffentlichung: 23.11.2021
- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Ernaux, Annie
- Übersetzer: Finck, Sonja
- ISBN: 978-3-518-47180-7
- Bestellnummer: ST 5180
- Veröffentlichung: 23.11.2021
- Produktform: Taschenbuch
- Umfang: 110 Seiten
- Maße: 118 x 18 x 188 (B/T/H)
- Gewicht: 102
- Reihe: suhrkamp taschenbuch (5180)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: La honte
- Originalsprache: fre
- Auflage: 6
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Produktart: Taschenbuch
- Produktform: Taschenbuch
Nobelpreis für Literatur 2022
Juni 1952, die kleine Annie ist 12 Jahre alt. Eines Sonntagnachmittags geschieht etwas Entsetzliches – ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen?
Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem demütigenden Rückfall in die alten Verhältnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bemühen, dem Einfluss einer religiösen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen.
Scham ist das beharrliche Gefühl der eigenen Unwürdigkeit. Annie Ernaux seziert es an sich selbst, indem sie weit zurückschwingt in eine eigentlich unfassbare Episode ihrer Kindheit und in eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.
Rezensionen „Die Scham"
»[Ernaux] hat uns Bücher geschenkt, die schmerzen, aber auch heilen, weil sie uns zeigen, dass wir mit unseren Verletzungen nicht allein sind, dass wir nicht die Einzigen sind, die ›so‹ sind. Die Scham ist eines davon.«Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Bettina Hartz)
»Die Wucht der Bücher von Annie Ernaux liegt in der Genauigkeit und Klugheit einer Analyse, aus der weder Selbstmitleid noch irgendein weiterführendes Interesse für sich selbst sprechen. Ernaux macht Band für Band vor, wie autobiografische Überlegungen zu Essenzen von Wahrheit für alle führen können.«
Frankfurter Rundschau (Christine Schneider)
»Ernaux' Buch ist in seiner Kürze eindringlich, soziologisch wertvoll ...«
Der Tagesspiegel (Christine Schneider)
»... präzise und analytisch, hochpersönlich und universell ...«
taz. die tageszeitung (Julia Lorenz)
»Jenseits [von Normalität, Respekt und Würde] bleibt eine Scham, die wohl selten so genau beschrieben wurde wie hier und die, das sollte beim Lesen und Loben dieses großartigen, keineswegs historischen Buches niemand vergessen, auch heute noch viele Menschen ganz genau kennen.«
Berliner Zeitung (Sabine Rohlf)
»Annie Ernaux hat die soziologisch grundierte Selbsterforschung zur Meisterschaft gebracht. Nun erscheint ihr zentrales Werk Die Scham.«
Süddeutsche Zeitung (Hanna Engelmeier)
»... ein schonungsloses Selbstporträt der Frau in der französischen Gesellschaft.«
DIE WELT (Barbara Vinken)
»Ich bin ein großer Bewunderer von allen Texten von Ernaux.«
Literarisches Quartett (Christian Berkel)
»Berührend, klug geschrieben, kluge Frau, kluge Schriftstellerin. … Annie Ernaux kann ich jedem nur empfehlen.«
Fest und Flauschig (Olli Schulz)
»Erschütternd.«
Deutschlandfunk Kultur (Olli Schulz)
»[Eine] Meisterin der ethnografischen Tiefenbohrung.«
Deutschlandfunk (Angela Gutzeit)
»Die Ethnologin ihrer selbst, wie [Annie Ernaux] sich in diesem ernsten und absolut lesenswerten Buch explizit nennt, denkt die persönliche Scham weiter, positioniert ihre Familie in der Welt der Unterdrückten und entlarvt die soziale Determiniertheit. Das macht sie in der ihr eigenen, unverwechselbaren Schreibweise: klar, nüchtern und zuweilen trocken. Keine Metaphern, keine Gefühlsduseleien, nichts Überflüssiges.«
Saarländischer Rundfunk (Susanne von Schenck)
»Die Scham ist ein quälendes Gefühl der Unwürdigkeit und Unterlegenheit. Etwas, das dem Ideal der Chancengleichheit in einer demokratischen liberalen Gesellschaft zutiefst widerspricht und im Verborgenen rumort. Im Leben vieler Menschen. Auch in Deutschland, wo es erstaunlicherweise bislang keine Literatur gibt, die diese unangenehme Wahrheit so berührend und nüchtern, so klug und klar benennt wie Annie Ernaux.«
SWR2 (Susanne von Schenck)
»[Annie Ernaux] legt von Anfang an die Karten, sprich ihre Gefühle, auf den Tisch. Diese Verletzlichkeit macht die Faszination ihres Schreibens aus.«
Buchkultur (Katia Schwingshandl)
Biografie – Ernaux, Annie
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
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