Die Jahre
Ernaux, Annie (13.09.2017)Die Jahre · Ernaux, Annie
Nobelpreis für Literatur 2022
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- Verlag: Suhrkamp
- Autor: Ernaux, Annie
- Übersetzer: Finck, Sonja
- ISBN: 978-3-518-22502-8
- Bestellnummer: BS 1502
- Veröffentlichung: 13.09.2017
- Produktform: Hardcover
- Umfang: 255 Seiten
- Maße: 146 x 21 x 219 (B/T/H)
- Gewicht: 441
- Reihe: Bibliothek Suhrkamp (1502)
- Sprache: deutsch
- Originaltitel: Les années
- Originalsprache: fre
- Auflage: 10
- MwSt: 7 %
- Lesemotiv: Auseinandersetzen
- Nebenlesemotive: Entdecken
- Produktart: Buch gebunden
- Produktform: Hardcover
- Der Platz-1-Bestseller aus FrankreichAnnie Ernaux liest in Frankfurt, Köln, BerlinAusgezeichnet mit dem Prix Marguerite-Duras, Prix des lecteurs du Télégramme, Prix de la Langue française, Prix François-Mauriac de l'Académie française, Premio Strega Europeo
Nobelpreis für Literatur 2022
»Das Schwarz-Weiß-Foto eines Mädchens in dunklem Badeanzug auf einem Kieselstrand. Im Hintergrund eine Steilküste. Sie sitzt auf einem flachen Stein, die kräftigen Beine ausgestreckt, die Arme auf den Felsen gestützt, die Augen geschlossen, den Kopf leicht zur Seite geneigt. Sie lächelt. Ein dicker brauner Zopf fällt ihr über die Schulter, der andere verschwindet hinter ihrem Rücken. Offensichtlich imitiert sie die Pose der Filmstars aus Cinémonde oder aus der Werbung für Ambre-Solaire-Sonnenmilch und will so ihrem demütigend unreifen Kleinmädchenkörper entfliehen. Auf ihren Schenkeln und Oberarmen zeichnet sich der helle Abdruck eines Kleides ab, ein Hinweis darauf, dass ein Ausflug ans Meer für dieses Kind eine Seltenheit ist. Der Strand ist menschenleer. Auf der Rückseite: August 1949, Sotteville-sur-Mer.«
Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, de Gaulle, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die so genannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, die uneingelösten Verheißungen der Nullerjahre, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux die Jahre, die vergangen sind. Und dabei schreibt sie ihr Leben – unser Leben, das Leben – in eine völlig neuartige Erzählform ein, in eine kollektive, »unpersönliche Autobiographie«.
Geschichte ihrer selbst, Gesellschaftsporträt, universelle Chronik: Annie Ernaux hat ein melancholisches Meisterwerk der Gedächtnisliteratur geschrieben und einen schillernden roman total.
Rezensionen „Die Jahre"
»... ein literarisches Erinnerungsarchiv voller Kraft, Melancholie und Schärfe. «ntv
»Private Fotografien, kollektive Geschichte: Annie Ernaux betrachtet in Die Jahre eine ganze Epoche und erzählt eine französische Mentalitäts- und Emotionsgeschichte.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Peter Urban-Halle)
»Ein faszinierendes Panorama der französischen Gesellschaft, beginnend in den fünfziger Jahren, in einer dezenten poetischen Sprache, die den Leser nicht los lässt. Annie Ernaux versteht es, Erinnerungen zu wecken, die längst verschüttet schienen.«
taz. die tageszeitung (Klaus Bittermann)
»Unaufdringlich, souverän, eigenständig: Annie Ernaux erzählt von den Jahren einer Frau und schafft es wieder, ihr eigenes Leben in den Mittelpunkt des Textes zu stellen, ohne sich selbst allzu wichtig zu nehmen. Die Jahre ist die Quintessenz ihres Werks.«
Süddeutsche Zeitung (Meike Fessmann)
»Ernaux fügt alles zusammen zu einer vollkommen neuen Form autobiographischen Schreibens.«
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Anna Vollmer)
»Annie Ernaux zu lesen ist ein Schock, eine Erfahrung, vor allem ist es wichtig. Bei ihr wird das Private politisch, die Politik ins Gespräch überführt, und aus alledem wird brisante, aktuelle und poetische Literatur … ein Meisterwerk.«
DER SPIEGEL (Nils Minkmar)
»Ein großartiges Zeitdokument von eindringlicher Schlichtheit.«
DIE ZEIT (Iris Radisch)
»Annie Ernaux ist in meinen Augen mit ihren revolutionären autofiktionalen Romanen über den Preis der Überwindung von Klassenschranken die überzeugendste Literaturnobelpreisträgerin seit Langem.«
FOCUS (Denis Scheck)
»[Ernaux] eröffnet auf nur gut 200 Seiten einen Weitblick, mit dem man die Welt vielleicht ein wenig besser verstehen kann.«
NZZ Bellevue (Jana Schibli)
»Für alle, die neugierig sind auf eine persönliche Chronik, die gleichzeitig das kollektive Gedächtnis Europas erfasst.«
oe24.at (Jana Schibli)
»Annie Ernaux' konsequentes Unternehmen, das autobiografische Ich zu dezentrieren und den Nebensachen ein existenzielles Gewicht zu geben, verändert den eigenen Blick und wirkt lange nach.«
Neue Zürcher Zeitung (Beatrice von Matt)
»Jeder, der sich für Frankreich interessiert oder für moderne literarische Formen oder einfach nur für biografisches Erzählen, sollte dieses Buch lesen. Schlicht meisterhaft.«
St. Galler Tagblatt (Hansruedi Kugler)
»Ein experimenteller, ein anspruchsvoller und passagenweise gewagter Text, der auch ein breiteres Publikum zu begeistern vermag.«
Der Tagesspiegel (Tobias Schwartz)
»Ein sehr persönliches Buch, eine Zeitreise in meine Kindheit, meine Jugend… Sehr zu empfehlen!«
Literarisches Quartett (Christine Westermann)
Biografie – Ernaux, Annie
Sonja Finck übersetzt aus dem Französischen und Englischen, darunter Bücher von Jocelyne Saucier, Kamel Daoud, Chinelo Okparanta und Wajdi Mouawad. Für ihre Ernaux-Übersetzungen wurde sie mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
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